Umwelttipp 5: Biodiversität im Alltag fördern

Die Biodiversität ist eine wichtige Grundlage für funktionierende Ökosysteme und unser eigenes Wohlbefinden. Schon mit kleinen Massnahmen können wir dazu beitragen, die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern. 

Das kannst du im Alltag für die Biodiversität tun:

Gerade in städtischen Gebieten können Balkone und Gärten Nahrung und Rückzugsorte für Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Tiere bieten. Mit einer biodiversitätsfreundlichen Gestaltung kannst du dies gezielt fördern. Es lohnt sich, schon auf einem kleinen, freien Stück Land oder auch in einem Topf eine kleine Biodiversitätswiese anzulegen, um Bestäuber anzulocken:  

Tipps für Balkon oder Garten

  • Einheimische Wildpflanzen pflanzen, da sie besonders wertvoll für Bestäuber wie Wildbienen und Schmetterlinge sind.
  • Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten kombinieren, damit über die ganze Saison Nahrung vorhanden ist.
  • Auf Pestizide verzichten, um Insekten und Bodenorganismen zu schützen.
  • Kletterpflanzen oder Fassadenbegrünung nutzen. Sie schaffen zusätzliche Lebensräume und können gleichzeitig helfen, Hitze zu reduzieren.

Zusätzliche Tipps für eine blühende Wiese

  • Flächen nicht zu häufig mähen, damit Pflanzen blühen können.
  • Kleine Strukturen wie Totholz, Steine oder Laubhaufen als Lebensräume für Insekten und Kleintiere belassen.

Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzenarten, die sich stark ausbreiten und einheimische Arten verdrängen können. Dadurch verändern sie natürliche Lebensräume und können die Biodiversität langfristig beeinträchtigen. Pflanze deshalb keine Neophyten und entferne bereits vorhandene. Hier erfährst du, wie du Neophyten bekämpfst und kontrollierst: Invasive Neophyten

Künstliches Licht in der Nacht kann Tiere und Pflanzen stören – beispielsweise die Nahrungssuche oder das Fortpflanzungsverhalten von Vögeln, Fledermäusen, Amphibien, Kleinsäugern und Insekten. Auch Pflanzen reagieren empfindlich auf künstliches Licht.

Darauf können Sie achten:

  • Aussenbeleuchtung nur dort einsetzen, wo sie wirklich notwendig ist.
  • Beleuchtungsdauer und Lichtstärke möglichst gering halten.
  • Warme Lichtfarben statt starkem, kaltweissem Licht verwenden.
  • Wenn möglich Bewegungssensoren oder zeitgesteuerte Beleuchtung nutzen.

Auch auf den von der Universität Bern genutzten Arealen gibt es zahlreiche Grünflächen, die Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten. Studierende und Mitarbeitende können diese Biodiversität unterstützen und im Alltag dazu beitragen, sie zu erhalten.

Das kannst du auf und rund um den Campus tun:

  • Grünflächen und Blumenwiesen respektieren und nicht durch bepflanzte oder naturnahe Bereiche laufen.
  • Naturnahe Flächen wertschätzen, auch wenn sie weniger gepflegt wirken. Sie bieten wichtigen Lebensraum für viele Arten.
  • Nachhaltigkeitsinitiativen und Hochschulgruppen unterstützen, die sich für Umwelt und Biodiversität einsetzen. Beispiele dafür sind:
     
  • Den Botanischen Garten der Universität Bern besuchen: Wer Biodiversität geniessen möchte, kann sich im Botanischen Garten der Universität Bern von der Vielfalt von Pflanzen für eigene Begrünungsprojekte inspirieren lassen.
  • Ideen für biodiversitätsfreundliche Begrünung oder Gestaltung an zuständige Stellen der Universität weitergeben: Bei der Pflege der Grünflächen der Universität wird gezielt auf eine möglichst grosse Artenvielfalt und Biodiversität geachtet.